Nätchliche Ansicht der Haltestelle Königswörther Platz

BUSSTOPS in Hannover feiert heute Geburtstag

Hannover, 10.04.14

Seit mittlerweile 20 Jahren warten die Hannoveraner in kunstvoll gestalteten BUSSTOPS auf den Bus oder die Stadtbahn. Im Rahmen eines Kunstprojekts in den 90er Jahren erstellten diverse internationale Künstler für unsre Stadt diese Design-Objekte.

Geschichte der BUSSTOPS

Zwischen 1990 und 1994 entstand auf Initiative der Stiftung Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der üstra und Toto-Lotto-Niedersachsen ein Projekt namens „Kunst im öffentlichen Raum“.
Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei, um Kunstwerke, die in der Öffentlichkeit stehen. Die Idee hierbei ist: Kunstobjekte sollen in einem freiem Kontext stehen und eine autonome Wirkungsweise darstellen. Jedoch müssen es sich bei diesen Objekten nicht um starre, klare Formen handeln, es kann nämlich auch Streetart oder Graffiti sein.

International anerkannte Künstler bekamen daraufhin den Auftrag Werke zu erschaffen, die als Leitbild „Kunst als außergewöhnlicher Teil einer gewöhnlichen Dienstleistung“ hatten.
So wurden an verschiedenen Bus-und Bahnhaltestellen Hannovers Unterstände errichtet.

Der italienische Architekt Alessandro Mendini schuf für die oberirdischen Haltestellen am Steintor  zwei 20 Meter Lange Lego-Landschaften mit gelb-schwarzen Quadraten,die jeweils ein goldenes Hütchen zieren.

Seitliche Ansicht der Haltestelle Steintor

Urheber: Axel Hindemith

An der Leinhausstraße entwarf Andreas Brandolini für die Stadtbahnlinie 10 und der Buslinie 700 zwei Bushaltestellhäuschen mit grünlicher Überdachung.

Für die Stadtbahnlinie 9 und die Buslinie 100/200 an der Nieschlagstraße schuf der Kölner Design-Professsor Wolfgang Laubersheimer aus zwei großen Metall Schalen zwei Bushäuschen.
Das tolle daran: Wenn man auf der einen Seite der Schale rein spricht, erklingt es auf der anderen Seite wieder.

Am Köngiswörther Platz erstellte Ettore Sottsass für die Linien 4 und 5 sowie für die Buslinie 100/200 ein Häuschen, dass aus acht gelben Kreuzen besteht. Die zwei gruppierten X stellen das 20. Jahrhundert dar.

Für den oberirdischen Teil des Braunschweiger Platz schuf Frank O. Gehry einen Unterstand mit reptilienpanzer-artiger Überdachung. Hier fahren die Buslinien 128 und 134 und man hat gleichzeitig die Umsteigemöglichkeiten für die Stadtbahnen der Linien 4,5,6 und 11.

An der Haltestelle „Hannover Congress Centrum“ erstellte Oscar Tusquest Blanca ein Pagodendach aus Glas und Metall. Hier befördert die Linie 11 seine Fahrgäste.

Zu guter Letzt gibt es noch den Aegientorplatz, wofür der Designer Jasper Morrison ein eher unauffälliges Bushäuschen erschuf. Die Haltestelle besteht aus Stahlbau und schützt die Fahrgäste gut vor Wind und Wetter.

Herzlichen Glückwunsch an die BUSSTOPS!

About Michi

Als gebürtige Hannoveranerin gehört es zu meiner Leidenschaft euch die neusten News und Schlagzeilen rund um unsere Stadt zu bringen. Meine Interessen liegen vor allem bei den Themen Reisen und Sprachen. Neben meinem Bachelor- Studium Informationsmanagement arbeite ich freiberuflich für Hannoer Rules- denn das Schreiben ermöglicht mir meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Besonders in den Bereichen Kultur und Sport werden noch zahlreiche Beiträge folgen.