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Interview mit Simon Kluth – Initiator des Composer Slams

Der Composer Slam

Interview mit dem Initiator Simon Kluth

Da Poetry Slams schon sehr bekannt sind, erfand Komponist Simon Kluth eine andere Variante des Slams und beschränkte sich hierbei auf den rein instrumentellen Teil ohne Gesang, dem Composer Slam.

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Hannover Rules: Hallo Simon, erzähle als erstes  ein bisschen was von dir. Wer bist du und was machst du?

Simon: Ich heiße Simon Kluth, bin Musiker. Ich habe in Detmold, Hannover und Paris Musik, mit Hauptfach Geige studiert. Das Studium habe ich vor ca. 2 Jahren abgeschlossen und wohne seitdem in Hannover. Ich finanziere mich über Auftritte mit klassischer Musik in Orchestern oder als Kammermusiker. Ich habe noch ein Trio mit zeitgenössischer Musik, mit dem ich derzeit auch sehr viel mache. Außerdem mache ich noch recht viel Pop Musik. Bis Anfang des Jahres habe ich noch in einer hannoverschen Band namens „Klangheimlich“ gespielt und mache jetzt sehr viel mit einem Duo namens „Milou und Flint“, mit dem ich Live Auftritte und auch diverse Studioeinspielungen mache. Zusätzlich bin ich noch für die Spielzeit an der Oper Hannover tätig. Dort leite ich einen Musiktheaterclub und organisiere, den von mir erfundenen Composer Slam.

Hannover Rules: Seit wann gibt es den Composer Slam?

Simon: Den Composer Slam gibt es seit Februar 2013. Er hat in Hannover angefangen und hat auch hier seine Regelmäßigkeit, wobei ich ihn auch bundesweit veranstalte. Vor knapp 4 Wochen war ich damit auf einem recht großen Musikfestival, dem Heidelberger Frühling. Letztes Jahr gab es zum Beispiel eine Kooperation mit der Jungen Deutschen Philharmonie. Das ist ein Studentenorchester in dem ich selbst jahrelang aktives Mitglied war.

Hannover Rules: In welcher Regelmäßigkeit findet der Composer Slam statt?

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Simon: In Hannover findet er bisher zweimal im Jahr statt. Einmal im Frühling und einmal im Herbst. Deutschlandweit je nach Anfrage. Das ist die Regelmäßigkeit die ich derzeit erbringen kann um eine gute und qualitative Veranstaltung zu gewährleisten.

Hannover Rules: Wie kam es zu der Idee?

Simon: Der Auslöser war folgender: Ich war beim Poetry Slam und war von dem Format begeistert. Obwohl ich einige Beiträge nicht so gut fand, während mir andere besser gefielen, war ich von der Stimmung total geflasht. Auch dieses Spiel, was darin enthalten ist, dass das Publikum die Künstler aus dieser Stimmung heraus subjektiv beurteilt, hat mich fasziniert. Daraus ist die Idee entstanden, das auf die Musik zu übertragen. Der Unterschied zum Singer/Songwriter-Slam ist, dass bei dem Composer Slam Gesang und Text nicht erlaubt sind, um uns so davon abzugrenzen. Da ich selber viele verschiedene Musiken mache, obwohl ich klassisch ausgebildet bin, war die Idee unter anderem  klassische Musik populärer zu machen.

Hannover Rules: Welche Bandbreite deckt es musikalisch ab und kann sich jeder Musiker bewerben?

Simon: Es ist kein Genre vorgeschrieben. Wenn ich einen Composer Slam organisiere dann suche ich gezielt nach vielen verschiedenen Beiträgen. Einige machen instrumentale Popmusik während andere instrumentelle avantgardistische Klangexperimente inszenieren.  Man könnte auch sagen das sich dadurch ein eigenes Composer Slam Genre ergibt.

Hannover Rules: Was ist der Anreiz dort mitzumachen?

Simon: Komponisten haben die Möglichkeit ihre Stücke einem breiten Publikum vorzuspielen.

Hannover Rules: Danke Simon, für das nette Interview mit dir über den Composer Slam.

 

 

Anmerkung der Redaktion:

Simon Kluth hat für den Composer Slam den Förderpreis „Musikvermittlung“ des Landes Niedersachsen bekommen. In Koorperation mit dem Musikzentrum Hannover werden in mehreren Orten Niedersachsens Composer Slams veranstaltet. Verschiedene Composer Slammer veranstalten Workshops für interessierte Schüler und Jugendliche, mit dem Hintergrund, dass diese selbst einen Schüler Composer Slam organisieren.

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